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Telekom-Anschluss mit UniFi: PPPoE, VLAN 7 und IPv6-Präfix einrichten

  • well100
  • 18. Oktober 2026 um 23:42
  • 135 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Am Telekom-Anschluss braucht das UniFi-Gateway PPPoE mit VLAN 7 und richtig zusammengesetzte Zugangsdaten. Danach fehlt oft noch IPv6 im Heimnetz. Diese Anleitung deckt beides ab, für VDSL und für Telekom-Glasfaser.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Zugangsdaten zusammensetzen
  2. Verkabelung
  3. WAN einrichten
  4. IPv6 mit Prefix Delegation
  5. Präfix ändert sich nach Neueinwahl
  6. Typische Probleme

Ein UniFi-Gateway kann sich direkt bei der Telekom einwählen. An VDSL-Anschlüssen braucht es dafür ein Modem davor, an Telekom-Glasfaser hängt das Gateway direkt am Glasfaser-Modem. Die Einstellungen im Gateway sind in beiden Fällen fast gleich.

1. Zugangsdaten zusammensetzen

Die Telekom schickt mit dem Auftrag ein Schreiben mit drei Nummern: Anschlusskennung (12 Stellen), Zugangsnummer bzw. T-Online-Nummer und Mitbenutzernummer (meist 0001). Daraus wird der Benutzername:

Anschlusskennung + Zugangsnummer + # + Mitbenutzernummer + @t-online.de

Beispiel: 001234567890551234567890#0001@t-online.de

Das # ist nur nötig, wenn die Zugangsnummer kürzer als 12 Stellen ist. Bei 12 Stellen fällt es weg. Das Kennwort ist das persönliche Kennwort aus dem Schreiben.

2. Verkabelung

  • VDSL: Modem an die TAE-Dose, Gateway-WAN an das Modem. Als Modem eignet sich ein reines VDSL-Modem oder eine FRITZ!Box im Passthrough-Betrieb, siehe Anleitung „FRITZ!Box als Modem vor dem UniFi-Gateway“.
  • Glasfaser: Gateway-WAN direkt an den LAN-Port des Glasfaser-Modems.

3. WAN einrichten

  1. Settings → Internet → Primary (WAN1) öffnen.
  2. „IPv4 Connection“ auf „PPPoE“ stellen und Benutzername und Kennwort eintragen.
  3. „VLAN ID“ aktivieren und 7 eintragen. Ausnahme: Die FRITZ!Box davor setzt das VLAN bereits selbst, dann bleibt das Feld leer.
  4. Speichern und warten, bis im Dashboard eine öffentliche IPv4-Adresse erscheint.

4. IPv6 mit Prefix Delegation

Die Telekom vergibt per DHCPv6 ein /56-Präfix. Das sind 256 eigene IPv6-Netze, genug für jedes VLAN.

  1. Im selben WAN-Dialog „IPv6 Connection“ auf „DHCPv6“ stellen.
  2. „Prefix Delegation Size“ auf 56 setzen.
  3. Unter Settings → Networks jedes Netz öffnen, das IPv6 bekommen soll, und „IPv6 Interface Type“ auf „Prefix Delegation“ stellen.
  4. Router Advertisement aktiv lassen.

Prüfen lässt sich das Ergebnis am PC mit ipconfig unter Windows bzw. ip -6 addr unter Linux. Eine Adresse, die mit 2003: beginnt, kommt von der Telekom.

5. Präfix ändert sich nach Neueinwahl

Bei Privatanschlüssen vergibt die Telekom das Präfix dynamisch. Nach einer Neueinwahl ändern sich deshalb auch die IPv6-Adressen im Heimnetz. Firewall-Regeln sollten daher auf Netzwerke oder Gruppen verweisen, nicht auf feste IPv6-Adressen. Geschäftskundentarife mit festem Präfix sind davon nicht betroffen.

Typische Probleme

  • PPPoE baut sich nicht auf: Meistens ist der Benutzername falsch zusammengesetzt oder das VLAN fehlt bzw. ist doppelt gesetzt.
  • Kein IPv6 im LAN, aber am WAN vorhanden: Beim Netzwerk fehlt „Prefix Delegation“, siehe Schritt 4.
  • Langsamer Durchsatz am Glasfaser-Anschluss: Prüfen, ob die Hardware-Beschleunigung im Gateway aktiv ist und ob IDS/IPS den Durchsatz begrenzt.

Läuft dein Telekom-Anschluss mit UniFi nicht? Im Forum Gateways & Dream Machine oder Internetanschluss & Provider mit Gateway-Modell, Anschlussart und Screenshot der WAN-Einstellungen nachfragen (Zugangsdaten vorher schwärzen).

  • UniFi
  • IPv6
  • PPPoE
  • Telekom

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